Ambasstown-Bobtails
Mollie und Sly im Regenbogenland


Mollie (Argovian Emotional Affair)  30. November 2003 - 8. August 2016

Unsere geliebte Mollie ist am Montag, 8. August 2016 über die Regenbrücke gegangen. Wir mussten sie nach kurzer, schwerer Erkrankung schweren Herzens gehen lassen. Sie litt an einem Megaösophagus, eine Vergrösserung der Speiseröhre, wohl ausgelöst durch die Unterfunktion der Schilddrüse. Für diese Erkrankung gibt es nur in ganz seltenen Fällen eine Heilung. Dazu kam noch ein Milztumor. Es ist für uns noch immer unfassbar, dass sie nicht mehr bei uns ist.

Als Mollie im Februar 2004 bei uns eingezogen ist, wars mit der Ruhe vorbei! Anfangs hätte Fredy sie am liebsten zurückgegeben.... Sie war ein echter Wirbelwind, dazu blitzgescheit und sehr dominant. Das musste auch Sly feststellen, der sich von seiner Nichte zeitlebens auf der Nase herumtanzen liess (und wir uns auch). Bobtails sind ja bekanntlich keine grossen Beller; Mollie wusste das nicht: Lautstark forderte sie zum Spielen auf oder reklamierte in der Hundeschule, wenn sie grad nicht dran war. Als sie sich an einem Schneewochenede mit Schiblers im Wallils sogar auf den schlafenden PJ stürzte, bekam sie den Namen „Hexenbesen“. Sie war aber ein liebenswerter Hexenbesen.

Wir haben so viel mit Mollie erlebt. Sie verhielt sich an Ausstellungen sehr ruhig und brav, was uns immer verwunderte. Okay, einmal brachte sie mich mitten im Ring zu Fall, als sie beim Laufen einfach hochsprang und vor meinen Füssen landete.  Es war an der gleichen Ausstellung, als Mollie der Richterin einfach auf den Tisch sprang, während sie den Richterbericht diktierte - und die Kaffeetassen flogen! Es war Mollie wohl langweilig, einfach so dazustehen zu warten. Aber sie liebte es, ausgestellt zu werden und überhaupt zu arbeiten. Ihre rasche Auffassungsgabe verwunderte sogar meine damalige Hundetrainerin.

Wir sind viel gereist und haben einige Länder besucht, meist anlässlich der Euro-OES-Show. Die aufregendste Reise war jedoch die Deckreise nach England im Februar 2008. Der Erfolg dieser Reise zeigte sich am 10. April 2008. Just am Geburtstag von Marina machte Mollie uns ihr schönstes Geschenk als sie 9 wundervolle Welpen zur Welt brachte, einer davon ist unser Boots, in dem Mollie weiterlebt. So viel Schönes haben wir Mollie zu verdanken und mit ihr erlebt.

Das Wort „langsam“ kannte Mollie nicht, alles musste schnell und sofort sein. Und so hat sie uns auch verlassen. 3 Tage nach ihrer erneuten Erkrankung ist Mollie bereits über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir sind sehr traurig aber dankbar, für die wunderbare Zeit, in der uns Mollie begleitet hat. Und Mollie wird immer in unseren Herzen sein und weiterleben in ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln.

 Machs gut im Regenbogenland, süsse Mollie-Maus und grüss uns unseren Sly.




Sly (Argovian City Slicker) 27. September 2000 - 26. März 2011


Unser geliebter Sly hat uns mit 11 Jahren und 6 Monaten verlassen. Nach einem Fieberschub am späten Abend des 25.3. sind wir zum Tierarzt gefahren und konnten ihn wieder mit nach Hause nehmen. Sly hat dann eine ruhige Nacht verbracht und ist irgendwann zwischen 5 und 7 Uhr morgens still und friedlich über die Regenbogenbrücke gegangen.

Nach einer Leptospiroseerkrankung im Alter von 7 Monaten mussten wir damit rechnen, dass Sly nicht überlebt, man gab ihm ene Ueberlebenschance von 5 %. Doch Sly und wir haben gekämpft und hatten einen super Tierarzt, der ihn nicht aufgab. Wir danken Bernhard Heiniger von ganzem Herzen dafür. Nach fünf bangen Tagen und katastrophalen Nierenwerten konnten wir Sly nach Hause nehmen. Nach einem Tag der Lethargie stand er plötzlich auf, als Marina aus versehen auf ein Quietschtier stand und kam angerannt. Seit diesem Moment ging es dann stetig berauf mit Sly. Er wollte einfach leben! Aber es ging nur langsam bergauf. Im Februar 2001 kam seine Nichte Mollie (Argovian Emotional Affair) ins Haus. Sie war ein wahres Lebenselixier für Sly. Mit Mollie wurde Sly dann wieder vollends gesund. Die Nierenfunktion war nur noch 50 %, doch Sly kam damit wunderbar zurecht. Wir besuchten Hundekurse, machten Mobility, Begleithunde-Schule, Clickertraining , Dog-Dancing, Obedience, Ralley-Obidience. Sly war zwar ein Couch-Potatoe, aber wenns drauf ankam, machte er alles mit. Wir hatten Auftritte bei Futtermittel-Lieferanten und Tierarzt-Helfern. Er war einfach unglaublich! Und er war ein Sturkopf. Sowas von stur! Wenn er nicht wollte, wollte er nicht! Mit viel Motivation und Gesäusel machte er dann gnädigst doch, was man gerne wollte. Nie zeigte er sich aggressiv gegen andere Hunde und schon gar nicht gegen Menschen. Er liebte Menschen, schmiss sich Wildfremden beim Spazierengehen förmlich an den Hals. Uns gegenüber war er etwas distinguiert - schliesslich war er ja unser Sir Sly, der kleine Prinz.

Wir haben Sly auch ausgestellt. Doch es war schnell klar, das war nicht sein Ding. Wir haben uns dann auf einige Clubshows des BCS beschränkt und den ganz grosse Auftritt hatte Sly an der OES-Euroshow in Nottwil (CH). Dort wurde er bester Amateur.

Als Mollie 2008 ihre 9 Welpen bekam, fand Sly das total doof. Diese 9 kleinen Monster waren im ein Greuel. Doch als wir einen Rüden behielten, unseren Boots, fand er den gar nicht so übel. Und Boots liebte seinen Grossonkel über alles. Bis zum Schluss suchte er so oft seine Nähe und lag ganz dicht bei Sly.

Wir haben viel erlebt mit unserem Sly, sind weit herumgekommen in Europa. Er war uns immer ein treuer und geduldiger Begleiter, egal was wir unternommen haben. Eine riesige Leistung vollbrachte Sly im Jahr 2002, als wir in Kärnten (A) durch die Tscheppaschlucht wanderten. Der Weg war sehr anspruchsvoll und gegen Ende musste er über eine Leiter hochklettern (ich ging voran, dann Sly und zum Schluss Fredy). Wir plazierten Pfote für Pfote auf der Leiter und er waren schliesslich oben. Der Weg über eine Hängebrück war dann nur noch eine leichte Uebung für Sly. Niemand wollte glauben, dass wir mit unserem vierbeinigen Freund den Weg überwunden haben. Die Leute rieben sch erstaunt die Augen.

Nun sind wir wieder am Ende eines Weges angelangt. Und Sly ging über die Regenbogenbrücke. So müssen wir vorläufig Abschied nehmen - irgendwann werden auch wir über die Brücke gehen und unseren Sly wiedersehen.

Wir sind unendlich dankbar für alle die schönen Jahre, die wir mit Sly verbringen durften. Machs gut, liebe Freund - wir werden uns bestimmt wiedersehen.

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